Horror / Thriller / Drama
Kevin Lomax ist ein junger, erfolgreicher Anwalt, er hat noch nie einen Fall verloren und ist glücklich mit Mary Ann verheiratet. Dann wird ihm von der mächtigsten Anwaltskanzlei der Welt ein sehr gut bezahlter Job in New York angeboten. Natürlich stimmen er und seine Frau sofort begeistert zu und ziehen bald in die Großstadt. Nur Kevin's gottesfürchtige Mutter ist skeptisch, vergleicht New York City mit Babylon und macht sich Sorgen um ihren Sohn. Zuerst läuft alles prima, die neue Wohnung ist riesig, Mary Ann findet schnell so etwas wie eine Freundin und Kevin gewinnt weiter jeden Fall. Sein Chef John Milton überträgt ihm bald einen sehr schwierigen und verantwortungsvollen Fall, es geht um Mord. Während Kevin alle Kraft und Zeit in den neuen Fall steckt, wird für Mary Ann das Leben langsam zur Hölle, sie sieht immer mehr unheimliche Dinge. Als sie sich Kevin anvertrauen will, erklärt er sie nur für geisteskrank und will schon wieder an seinem Fall weiterarbeiten. Doch nach und nach beginnt auch er zu ahnen, dass in seiner Anwaltskanzlei etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Und dann wird ihm bewusst, dass sein Chef nur der Teufel höchstpersönlich sein kann! Doch das ist noch nicht das schlimmste Geheimnis... |
Tele Nr. 41, Jahr 2000: Im Aufrag des Teufels Satan auf Seelenfang. Für Al Pacino und Keanu Reeves lodert das Höllenfeuer mitten in Manhattan. USA 1997 ***
Jus ist ein Studium mit äußerst fragwürdigen Zukunftsaussichten. Man muss nur auf die Leinwand schauen. Kaum stolpert im Kino ein junger Anwalt über einen wirklich guten Job, kaum kommt er an viel Geld und an die interessantesten Fälle, kaum lächelt das Leben aus vollen Zügen, schon muss er merken, dass sein Auftraggeber der CIA, die Mafia, die internationale Weltverschwörung - oder noch schlimmer - der Teufel höchstpersönlich ist. "Anwälte sind die Priester des 20. Jahrhunderts", weiß Satan. Logisch, dass er die gerne auf seiner Seite hätte.
Taylor Hackfords "Im Auftrag des Teufels" ist ein moralisches Märchen über die Macht des Bösen. Ein erotisches Sittenspiel über die Gier nach Erfolg. Ein Psychothriller mit Horroreinlagen. Und nicht zuletzt der faszinierende Schlagabtausch zweier großartiger Schauspieler: Al Pacino ist der Teufel, Keanu Reeves die arme Seele, die sich Satan gerne schnappen möchte. Himmel auf Erden - oder doch eher Hölle? Ein junger Strafverteidiger (Keanu Reeves) wird nach New York berufen, wo er für viel Geld im Haifischbecken der ganz Großen mitschwimmen soll. Natürlich glaubt der Mann, dass all das Glück nur der gerechte Ausgleich für seine Gebabung ist. Der neue Boss (Al Pacion) entpuppt sich als charismatisches Genie, das Leben nähert sich der Luxusklasse. Gier regiert die neue Welt. Die Gattin (Charlize Theron) verfällt dem Wahnsinn, im Büro hecheln die Hyanen, überall klebt Blut am Perserteppich, der Alltag wird zum Albtraum. Scheint beinahe, als ob die fromme Mutter (Judith Ivey) mit ihren Bibelsprüchen doch nicht ganz Unrecht gehabt hätte. "Im Auftrag des Teufels": Am Anfang ist alles genau so, wie man es aus Gerichtssaal-Thrillern a la Grisham kennt, in der Mitte packt der Teufel seine Trümpfe aus, und am Ende sitzt man irgendwo zwischen "Liebling Kreuzberg" und "Rosemarie's Baby". Der Preis für den Erfolg. "Jeder muss bezahlen", sagt Taylor Hackford. "Mal bleibt die Familie auf der Strecke, mal leidet die Gesundheit, mal verschwindet die Moral ... Das ist wie ein Pakt mit dem Teufel. Aber ich glaube nicht, dass der Teufel Schuld an diesen Dingen hat. Ich glaube an den freien Willen, nur leider entscheiden sich eben die meisten Menschen in neun von zehn Fällen für das Schlechtere." |
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