Baseball / Drama
Kinostart USA: 14. September 2001 / Deutschland: 9. Mai 2002
Die Story basiert lose auf dem Buch "Hardball: A Season in the Projects" von Daniel Coyle. Conor O'Neill ist kein angenehmer Zeitgenosse: er trinkt, er spielt, und er ist deshalb ab und zu ziemlich knapp bei Kasse. Als er sich wieder einmal Geld von seinem Freund (Jimmy Fleming) borgen will, um seine Spielschulden zu bezahlen, macht ihm dieser einen anderen Vorschlag: Conor bekommt 500 Dollar in der Woche, wenn er ein Kinder-Baseball-Team trainiert. Zuerst zögert Conor, doch dann willigt er ein. Auf einmal sieht er sich gezwungen, im härtesten Stadtteil von Chicago einen Haufen Kinder zu einer funktionierenden Einheit zu machen. Was ihm anfangs wie eine Strafe erscheint, wird nach und nach zu einer Erfahrung, die ihn von Grund auf verändert. Zum ersten Mal in seinem Leben übernimmt er für jemand anderen als sich selbst die Veranwortung. Conor lernt von den Kindern einiges über Vertrauen, und mit der Zeit entwickelt sich zwischen ihm und dem Team - den "Kekambas" - so etwas wie Freundschaft, was ihn sogar selbst überrascht. Aber nicht nur zu den Kindern, sondern auch zu ihrer attraktiven Lehrerin Mrs. Wilkes baut er eine tiefe Beziehung auf... Doch noch immer gibt es einige Hindernisse zu überwinden: Conor's Team besitzt weder besonders viel Können noch viel Sportgeist, weshalb ihre Erz-Rivalen, die Bua Was (mit Trainer Matt Hyland), nicht so leicht zu besiegen sein werden. Und gerade als Conor mit seinem Team erste Fortschritte macht, sieht es ganz so aus, als würde er dem Baseball für immer den Rücken zukehren. |
Von wegen Sport ist Mord: In diesem emotionsgeladenen Baseballdrama spielt Keanu Reeves einen Loser, der für Ghetto-Kids den Baseball-Trainer macht und zwischen den vielen Bällen auch einen Sinn für sein Leben findet.
Ein Freund aus alten Tagen, der jetzt als Investmentbanker große Kohle macht, könnte aus der Klemme helfen. Aber der Mann will das Geld nur rausrücken, wenn sich Conor im Gegenzug bereit erklärt, für ein Sozialprojekt im finstersten Ghetto der Stadt den Job als Coach eines Kinderbaseballteams zu übernehmen. Wohl oder übel sagt Conor zu, und stolpert so widerwillig in eine Erfahrung, die sein ganzes weiteres Leben verändern wird. Hardball basiert auf den Erinnerungen von Danny Coyle, der seine Erfahrungen als Trainer eines Little-League-Baseballteams im berüchtigten Cabrini-Green-Wohnprojekt von Chicago in einem Roman verarbeitet hat. Um die Spiel-Sequenzen so realistisch wie möglich zu halten, nahmen Regisseur Brian Robbins (Varsity Blues) und sein Baseball-Coordinator Mark Ellis über 600 Kids genau unter die Lupe. 350 davon wurden auf ein dreiwöchiges Trainingscamp eingeladen. Die 40, die am meisten überzeugten, sind in größeren und kleinen Rollen im Film zu sehen. Nach Helden aus der zweiten Reihe (wo er als ausgelaugter Football-Profi eine zweite Chance bekommt) ist dieses emotionsgeladene Baseballdrama bereits der zweite Film innerhalb kurzer Zeit, in dem Keanu Reeves einen Verlierer spielt, der durch Sport und Teamgeist wieder auf die Beine kommt. Regisseur Brian Robbins wunderte sich anfangs, warum der Matrix-Star die Rolle des einsamen Rumtreibers, der unzufrieden nach einem Sinn für sein Leben sucht, unbedingt spielen wollte. Nach einem ausführlichen Gespräch war allerdings alles klar. "Als Mensch hat Keanu Reeves eine große Leere in sich", sagt Robbins. "So wie Conor ist er auch jemand, der auf der Suche ist, der gebraucht werden möchte. Als ich das verstand, wusste ich sofort, dass Keanu perfekt in diesen Film passen würde." (pk) |
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