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Furche Nr. 19 (9. Mai 02) Bekehrter Hehler Kein leichtes Spiel für Conor O’Neil (Keanu Reeves): Um Wettschulden zurückzuzahlen und sein Leben zu retten, muss er sich dazu verpflichten, ein junges Baseballteam zu trainieren. Er steht diesem Vorhaben sehr skeptisch gegenüber, zumal sich ihm zahlreiche Schwierigkeiten in den Weg legen. Doch die Buben, allesamt aus der klischeebehafteten, amerikanischen Unterschicht, gewinnen sein Vertrauen – und schon beginnt seine Metamorphose vom ziellosen Ticket-Hehler zum vorbildhaften und einfühlsamen Baseballcoach. Während Conor den Kindern mit Hilfe der engagierten wie attraktiven Lehrerin Elizabeth (Diane Lane) Teamgeist beibringt, lassen sie ihn die wesentlichen Dinge des Lebens erkennen – und er bekommt seines wieder in den Griff. Sport, herzige Kinderaugen, ein tragischer Unfall, eine rührende Persönlichkeitsentwicklung und Spuren einer Liebesgeschichte – eine bunte Mischung in einem durchschnittlichen Drama mit einem überdurchschnittlich guten Soundtrack (u.a. von Notorious B.I.G. und R. Kelly). Veronika Dolna http://www.furche.at/archivneu/archiv2002/fu1902/15.shtml?id=10 |
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filmszene.de Bekehrter Hehler Conor (Keanu Reeves) kann es einfach nicht lassen: Immer wieder verliert er große Summen Geld bei doch angeblich todsicheren Sportwetten. Irgendwann wachsen ihm die Schulden über den Kopf und die Gläubiger beginnen schon ihre Schlägertrupps zu formieren. Nur Conors alter Kumpel Jimmy ist wieder mal bereit ihm aus der Patsche zu helfen. Aber diesmal nicht umsonst: Den wöchentlichen Scheck gibt's nur, wenn Conor sich des erfolglosen Schüler-Baseballteams annimmt, dass von Jimmys Firma gesponsert wird. Conor hat dazu absolut keine Lust, aber leider eben auch keine Wahl. Widerwillig absolviert er einige lustlose Trainingseinheiten mit dem dreckigen Dutzend knapp zehnjähriger Kids aus dem Ghetto von Chicago. Als er jedoch merkt, welch zentrale Bedeutung das Team für diese Kinder hat und dass diese sogar bereit sind ihm zuzuhören, geht eine Wandlung in Conor vor: Zum ersten Mal in seinem Leben beginnt er Verantwortung zu übernehmen, und sogar die Lehrerin der Kinder Ms. Wilkes (Diane Lane) lernt bald eine ganz andere Seite des einst so ziellosen Conor kennen. Es fällt ziemlich schwer über einen Film wie "Hardball" noch viele Worte zu verlieren. Ein schlichtes "been there, done that" würde fast schon genügen. Die größte Befriedigung, die der Film dem Zuschauer bieten kann, ist folgende: Alle 15 Minuten vorherzusagen, was wohl als nächstes passieren wird und dabei konsequent recht zu behalten. Selbst nur mittelmäßig erfahrene Kinogänger gehen dabei kein großes Risiko ein, denn dank der absoluten Einfallslosigkeit dieses Drehbuchs werden die Chancen beim "Vorhersagen" auch mal falsch zu liegen stark minimiert. Ja, natürlich wird aus dem Nichtsnutz Conor ein besserer Mensch und aus dem Chaotenteam eine schlagkräftige, selbstbewusste Truppe. Selbstverständlich werden ihnen dabei einige unüberwindliche Hindernisse - beispielsweise in Form der Funktionäre der Liga - in den Weg gestellt, die aber mit Bravour überwunden werden. Unbedingt notwendig ist auch ein tragischer Zwischenfall, der das ganze Projekt kurzfristig ins Stocken bringt. Und warum denn, bitte schön, sollten wir ausgerechnet hier auf die unglaubwürdige Liebesgeschichte zwischen dem versifften Spielertypen und einer deutlich älteren Lehrerin verzichten. Die jeweilige Sportart ist beliebig austauschbar, die Darsteller auch. Nur die Muster bleiben stets die Gleichen: Das geht vom seligen "Die Bären sind los" über diverse Folgen der "Mighty Ducks" und hört bei den "Helden aus der zweiten Reihe" noch lange nicht auf. Ach ja, in letzterem Werk spielte übrigens auch Keanu Reeves mit, da ging es dann aber ja um Football. Das soll nun nicht heißen, dass "Hardball" aufgrund seiner mangelnden Originalität schon zwangsläufig ein ganz schlechter Film ist. Er ist eben nur ein absolut überflüssiger, weil bereits ausgetretene Pfade noch einmal richtig breit gewalzt werden. Erschwerend kommt hinzu, dass Mr. Reeves zwar eine passable Figur in stilisierten Actionfilmen abgeben kann, bei Charakteren mit emotionaler Tiefe aber schauspielerisch einfach überfordert ist. Daher kann "Hardball" als Existenzberechtigung eigentlich auch nur die dritte Videowahl an einem trüben Sonntagnachmittag für sich in Anspruch nehmen, mehr nicht. Da in unseren Breitengraden jedoch Filme über uramerikanische Sportarten eh Probleme haben überhaupt ein Publikum zu finden, ist selbst dieser "Erfolg" äußerst fraglich. Also Schwamm drüber. V. Robrahn 3 von 10 Augen |
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kino1.tv Würden Sie Ihr Kind einem wettsüchtigen Nichtsnutz anvertrauen? Nein? Sollten Sie aber! Zumindest, wenn es sich bei dem Kerl um Keanu Reeves handelt. Das Ultimatum Conor hat keine Wahl Was ist wirklich wichtig? Note 1 - Bewegendes Drama mit einem erstklassiken Keanu Reeves. http://www.kino1.tv/index.php/template_kino1tv/owntemplate_/article_1661/contractor_2/page_1 |
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prisma-online.de Belanglos Um seine Wettschulden zu decken, soll Tickethehler Conor O'Neill Coach eines Kinderbaseballteams werden. Doch der Job im Chicagoer Ghetto reizt Conor nicht gerade. Da ihm aber wohl kaum eine andere Möglichkeit bleibt, tritt er widerwillig als Coach an. Doch - wer hätte es gedacht - schon bald findet Conor allergrößtes Vergnügen und sogar Erfüllung in dem Job. So engagiert er sich mit Herz und Seele für seine Cracks... Regisseur Brian Robbins drehte hier eine weitere, aber ziemlich lahme "Mighty Ducks"- bzw. "Die Bären sind los"-Variante. Doch Robbins' Werk fehlt es nicht nur an Pep, sondern auch an Tiefe. Nur mit emotionalen Schmalz kann man keinen Film drehen. |
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TAZ Hamburg (8. Mai 02) Braucht die Welt schon wieder einen Film, in dem ein weißer Mann "seine" schwarzen Jungs ins Gelobte Land führt? Erstaunlicherweise glaubt das Paramount Pictures, eine Produktionsfirma, die eigentlich gern Schwarze ins Zentrum ihrer Filme stellt. In Brian Robbins' Hardball gibt Keanu Reeves den Säufer und Spieler Connor O'Neill, dem ein Freund vorschlägt, an seiner Statt und selbstverständlich für einiges Geld sein Baseballteam mit Kids aus Chicagos South Side zu trainieren. Und einen weiteren dieser Filme, in denen jemand beim Sport lernt, wie's insgesamt im Leben besser laufen könnte - inklusive dem Ding mit der Liebe - braucht die Welt nun wirklich nicht mehr. http://www.taz.de/pt/2002/05/08/a0250.nf/text.name,ask23mMrh.n,1 |
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noen.at Baseball als Rettungsanker im beinharten Ghettoalltag. Durch Sportwetten heillos verschuldet, bittet Conor O'Neill seinen erfolgreichen Investmentbanker Freund Jimmy um Hilfe. Doch der hat keine Lust, sein Geld ohne jegliche Gegenleistung zu verpulvern. Jimmy schlägt Conor einen Deal vor: wenn er eine Gruppe schwarzer Jungs aus dem Ghetto Chicagos zusammenstellt und Baseball trainiert, erhält er dafür ein regelmäßiges Gehalt. Widerwillig nimmt Conor den Job an. Regisseur Brian Robbins ist bemüht, einen ungeschönten Blick in den beinharten Ghettoalltag der Baseballtruppe zu bieten – Gewalt steht in diesem Viertel an der Tagesordnung. Dabei gestaltet er aber den Grundriss der Geschichte so vorhersehbar, dass sich die Spannung in Grenzen hält. Trainer Conor freundet sich rasch mit seinem anfangs recht ruppigen Team an, vermittelt Hoffnung & Mut und die hübsche Lehrerin der Jungs sorgt schließlich für den romantischen Ausgleich. http://www.noen.at/redaktion/kino/article.asp?Text=99583&cat=373 |
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cinezone.com Unoriginell. Baseball ist in den USA ein mythischer Sport und so ist es kein Wunder, dass diese Sportart schon oft zum Thema eines Filmes wurde. Hierzulande jedoch fristen diese Filme unabhängig von ihrer Qualität eher ein Schattendasein. Das Spiel ist zu unbekannt und die Regeln den meisten unverständlich, so dass sich die mythische Kraft allzuselten auf hiesige Zuschauer überträgt. Vermutlich wird es auch "Hardball" - trotz Starbesetzung mit "Matrix"-Keanu Reeves (letztes Jahr noch als Footballspieler in "Helden aus der zweiten Reihe" zu sehen) nicht anders ergehen. Zumal die Story nicht besonders originell daherkommt: Keanu Reeves spielt den ziellos durchs Leben treibenden Zocker und Trickser Conor O'Neill, dessen Schulden bei diversen nicht eben zimperlichen Buchmachern ihn zu einem absonderlichen Deal zwingen. Sein alter Kumpel, der Investmentbanker Jimmy hilft ihm nur dann aus der Patsche, wenn Conor dafür ein Baseball-Teams aus schwarzen Ghettokids erfolgreich trainiert. Wenig begeistert übernimmt er den Job, muss jedoch feststellen, dass die Kids zwar teilweise recht motiviert sind, aber von Baseball nicht viel verstehen. Zu allem Überfluss hat er noch nicht mal genügend Spieler für eine komplette Mannschaft. Da kommt ihm die nette Lehrerin Elizabeth Wilkes (Diane Lane) als Unterstützung gerade recht. Geschichten dieser Art, in denen das Trainieren einer Mannschaft aus mehr oder weniger widerspenstigen Kids aus einem Drifter und Gauner einen besseren Menschen macht, bietet Hollywood wirklich nicht wenige. Auch diese verlässt sich auf bewährte Motive: Intrigante Gegenspieler und Trainer, freche Kids, eine nette Frau und mittendrin Keanu Reeves, der mitunter gar nicht recht da zu sein scheint, so als wandele er neben sich. Einziges Novum ist die Idee, den Film im Schwarzen-Ghetto anzusiedeln, was ihm kurz vor Schluss einen unerwarteten Schuss Härte und Realismus gibt, als einer der Jungs bei einer Gang-Schießerei von einem Querschläger getötet wird. Spätestens da macht der Musik-Mix aus Rap und klassischer Filmmusik Sinn. Insgesamt ist "Hardball" ein Film, der zeitweise mehr verspricht, als er halten kann, aber nicht so schlecht geworden ist, wie die Story das erwarten ließ. Aber - wie gesagt - wird sich das hier eh' keiner ansehen wollen. Daran dürfte auch Keanu Reeves kaum etwas ändern können. Lutz Gräfe http://www.cinezone.com/zone/2/html/index_homelink.html#2/2002/0905/hardball_kritik.html |
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Wiener Zeitung (10. Mai 02) Die "Menschwerdung" eines leichtfertigen Burschen, der lernt, dass es mehr gibt auf der Welt als zu wetten, kleine Gaunereien zu begehen und herumzugammeln. Von brutalen Schuldeneintreibern massiv bedroht ist er gezwungen, einen Job als Baseballtrainer anzunehmen. Bei ruppigen Kids. Doch von diesen Buben lernt er auch, was Zusammenhalt ist, er lernt Verantwortung zu übernehmen und er lernt Gefühle zuzulassen. Ein hübscher, stellenweise sogar berührender, im Großen und Ganzen allerdings ziemlich klischeehafter Film. Lona Chernel |